Nach COVID braucht Ihr Haar besondere Pflege

Die COVID-19-Pandemie hat zahlreiche gesundheitliche Folgen mit sich gebracht. Eine davon ist starker Haarausfall bei Menschen, die die Erkrankung überstanden haben. Er sollte nicht mit saisonalem Haarausfall verwechselt und ernst genommen werden.

Der Zusammenhang zwischen COVID-19 und Haarausfall

Bei einem großen Teil der COVID-19-Patienten beginnt 2–4 Monate nach der Erkrankung ein starker Haarausfall. Er wird als „telogenes Effluvium“ bezeichnet und entsteht, wenn die Haarfollikel infolge der körperlichen Belastung in die Ruhephase übergehen.

Laut Studien sind etwa 20–30 % der Patienten nach COVID-19 betroffen, Frauen häufiger als Männer.

Ursachen des Haarausfalls nach COVID

1. Hohes Fieber und Infektionsstress

Der Stress, den der Körper beim Kampf gegen die Infektion erlebt, stört den normalen Zyklus der Haarfollikel. Hohes Fieber kann die Haarwurzeln schädigen.

2. Veränderungen des Immunsystems

COVID-19 verändert das Immunsystem deutlich. Diese Veränderungen können auch die Haarfollikel betreffen.

3. Nährstoffmangel

Appetitlosigkeit und unzureichende Ernährung während der Krankheit wirken sich negativ auf die Haargesundheit aus.

4. Psychische Belastung

Stress und Angst während der Pandemie können Haarausfall auslösen.

Wann sollten Sie sich Sorgen machen?

Wenn Sie mehr als 100 Haare pro Tag verlieren und dies länger als 2–3 Wochen anhält, sollten Sie eine Fachärztin oder einen Facharzt aufsuchen – vor allem wenn:

  • der Haarausfall sich auf bestimmte Bereiche konzentriert
  • die Kopfhaut gerötet ist oder juckt
  • das Haar sichtbar dünner geworden ist
  • an den Wurzeln der ausgefallenen Haare eine weiße Hülle zu sehen ist

Behandlungsansätze

Professionelle Behandlungen

  • PRP (plättchenreiches Plasma): Wachstumsfaktoren aus dem eigenen Blut werden in die Haarwurzeln injiziert
  • Mesotherapie: Mischungen aus Vitaminen, Mineralstoffen und Aminosäuren werden in die Kopfhaut gebracht
  • Low-Level-Laser­therapie: zur Anregung der Haarfollikel
  • Magistrale Rezepturen: individuell für jede Patientin und jeden Patienten hergestellte äußerliche Behandlungen

Unterstützende Maßnahmen

  • Proteinreiche, ausgewogene Ernährung
  • Ausreichend Schlaf und Ruhe
  • Stressbewältigung
  • Vitaminpräparate unter ärztlicher Aufsicht
  • Schonende Pflege der Kopfhaut

Verzichten Sie auf Selbst­behandlung

Versuche, Haarausfall nach COVID selbst mit Shampoos, Ölen oder pflanzlichen Mitteln zu behandeln, sind meist wirkungslos und kosten wertvolle Zeit. Eine frühe, fachgerechte medizinische Behandlung ist entscheidend, um den Haarausfall unter Kontrolle zu bringen.

Wie lange dauert die Erholung?

Die gute Nachricht: Haarausfall nach COVID ist in der Regel vorübergehend. Mit der richtigen Behandlung kehrt das Haar meist innerhalb von 6–12 Monaten in seinen früheren Zustand zurück. Ohne Behandlung kann es jedoch dauerhaft dünner werden.

Fazit

Wenn Sie nach COVID-19 Haarausfall bemerken, geraten Sie nicht in Panik – aber vernachlässigen Sie ihn auch nicht. Mit frühem Eingreifen lässt sich dieser Prozess gut bewältigen. Im Estetistanbul Medical Center haben wir spezielle Behandlungsprotokolle für Haarausfall nach COVID.

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